Ein Brief von Nelli Klassen

Nach einem halben Jahr, das ich in Bolivien verbracht habe bin ich wieder in Deutschland angekommen. Zu Gottes Ehre darf ich sagen dass er mir den Einstieg hier in das deutsche Leben nicht allzu schwer gemacht hat. Es dauerte nicht lange und mir kam es so vor als wäre ich nie weg gewesen, aber dennoch - die Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen werden mich lebenslang begleiten!

Ich bin Gott sehr dankbar für diese Zeit die er mir geschenkt hat. Es war eine sehr lehrreiche und wunderschöne Zeit, die ich niemals vergessen werde. Sehr oft fliegen meine Gedanken noch zurück zu den lieben Menschen die ich in Bolivien zurück gelassen habe. Besonders die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und der Abschied fiel uns allen sehr schwer. Die Arbeit mit den Kindern hat mir immer sehr große Freude bereitet. Gott schenkte mir für jeden Tag und für jede Situation immer die nötige Kraft und Weisheit.

Auch bin ich Gott sehr dankbar, dass ich einen kleinen Einblick in das Leben der Altkolonier bekommen hab. Es lässt sich kaum in Worte fassen was ich dort erlebt und gesehen hab. Gott hat mir gezeigt wie wichtig die Arbeit unter den Altkoloniern ist. Es gibt in Bolivien noch soviele deutschstämmige Menschen, die in totaler Finsternis leben - ohne jegliche Hoffnung. Wir müssen mehr und ernster genau für diese Menschen beten und für diejenigen die dort im Dienst stehen.

Ich durfte Teil des großen Werkes Gottes sein und ich bin der festen Überzeugung, dass es keine erfüllendere Tätigkeit als diese gibt!

Ich bedanke mich für ein jedes eurer Gebete, die ihr in dieser Zeit getan habt. Ich habe es wirklich verspürt. Bitte betet auch weiter für alle die in der Missionsarbeit tätig sind. Ihr Dienst ist von euren Gebeten abhängig!